Dachgauben als Lichtquelle

Dachgaube
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Ob gleich beim Neubau oder aber beim Dachausbau ist eine Dachgaube eine gern gewählte Lösung. Eine Dachgaube bietet nicht nur mehr Wohnraum, sondern sie sorgt auch für wesentlich mehr Tageslicht im Dachgeschoss. Auch optisch stellen Dachgauben einen gewissen Blickfang dar. Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche Unterschiede von Dachgaube zu Dachgaube. So unterscheiden sie sich beispielsweise zwischen der traditionellen Sattelgaube und Walmgaube oder aber der verspielt wirkenden Fledermausgauben. Auch moderne Rund- oder Spitzgauben stellen kein Problem dar. All diese Gauben bringen auf jeden Fall einen großen Vorteil mit sich: Sowohl das Luftklima, als auch der Lichteinfach im Obergeschoss wird um ein Vielfaches bereichert. Durch eine Gaube entsteht im Innenraum eine höhere Stehhöhe und ein Plus an nutzbarem Raum. Die Größe des neugewonnen Raums hängt stark von der Gaube ab, für welche sich der Bauherr letztlich entscheidet.

Einbau und Genehmigung einer Dachgaube

Bevor sich der Bauherr für einer der zahlreichen Gauben entscheiden muss, müssen statische Bauvorgaben sowie örtliche Bauvorschriften in Betracht gezogen werden. Es empfiehlt sich auch, dass man hierbei einen Architekten mit ins Boot holt. Dieser kann bei statischen Fragen nochmals eine starke Stütze sein. Sobald alle offiziellen Zusagen eingeholt sind, kann der Bauherr seine Wünsche äußern. Der Einbau einer Dachgaube sollte auf jeden Fall direkt vom Fachmann geschehen. Dieser ist geschult im Einbau einer solchen und hat ein besonderes Auge dafür, Kältebrücken zu vermeiden und Feuchtigkeitsdurchlässigkeiten zu verhindern. Sonst droht im Obergeschoss sehr schnell Feuchtigkeit in der Mauer oder aber im schlimmsten Fall sogar Schimmel. Der Fachmann empfiehlt erst ab einer Dachneigung von 35° eine Dachgaube.

Die verschiedenen Gaubenformen

Die Schleppdachgaube

Die Schleppdachgaube gehört zur ältesten ihrer Art. Entscheidend für diese Gaubenform ist, dass das Hauptdach des Gebäudes steiler ist, als die Dachneigung der Gaube. Letztlich wird ein Teil des Daches angehoben und darunter entsteht zum einen neuer Wohnraum und zum anderen werden neue Fenster eingesetzt um für mehr Licht zu sorgen.

Die Fledermausgaube

Die Fledermausgaube hat sich im laufe der Jahrhunderte aus einem senkrecht stehenden Fensterchen entwickelt. Dieses Fenster wurde dazu genutzt, den Dachstuhl zu belüften. Ganz ursprünglich erfolgte der Luftaustausch indem das ursprüngliche Stroh- und Reetdach an einer Stelle durchschnitten wurde und ein Wagenrad eingeschoben wurde. Auf diese Weise entstand auch die so typische Form der Gaube, welche direkt fließend ins angrenzende Dach überfließt.

Die Satteldachgaube

Satteldachgaube
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Die Satteldachgaube lehnt sich in Ihrer Form sehr an das gleichnamige Satteldach an. Durch ihre Form bietet sie optimale Platzverhältnisse im Wohnraum. Sie wird auch gerne als Giebeldachgaube betitelt und findet sich zumeist an historischen Bauwerken wieder.

Die Walmdachgaube

Die Walmdachgaube ähnelt der Satteldachgaube sehr. Sie schafft ähnliche Platzverhältnisse wie diese nur mit dem Unterschied, dass sie optisch nicht einem Satteldach, sondern einem Walmdach gleicht.

Die Dreiecksgaube

Im Vergleich zu einer Satteldachgaube ist die ursprüngliche Dreiecksgaube eine nahezu kleine Öffnung. Dadurch fließt nicht so viel Licht in den Raum und es kann auch nicht so große Wohnfläche hinzugewonnen werden. Durch moderne Architektur gibt es nun bei Neubauten auch sehr große Formen von Dreiecksgauben, die ebenfalls einen angenehmen Lichteinfall mit sich bringen.

Die Trapezgaube

Die Trapezgaube sticht vor allem aufgrund Ihrer Optik ins Auge. Durch ihre namensgebende trapezförmige Bauart können sogar mehrere Fenster nebeneinander eingebaut werden. Sie bietet den meisten Lichteinfall im Vergleich der hier aufgeführten. Architektonisch fügt sie sich problemlos ins Allgemeinbild.

Die Verkleidung einer Dachgaube

Verkleidung einer Gaube
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Nicht nur die Eindeckung der neu gestaltenden Dachgaube ist ausschlaggebend. Ein harmonierendes Gesamtbild entsteht erst mit der richtigen Verkleidung an den jeweiligen Seiten der Gaube. Zum Eindecken der Dachgaube bieten sich die allgemein bekannten Materialien wie Dachziegel, Dachsteine oder Schiefer an. Zinktechniken stehen vordergründig für die Verkleidungen an den Seiten zur Verfügung. Als neuer Trend steht sich derzeit die seitliche Verglasung von Gauben durch. Eine gutgedämmte Dachgaube kann nicht nur helfen die Heizkosten zu senken. Durch die Tatsache, dass mehr Tageslicht in den Wohnraum kommt werden gleichzeitig auch noch Stromkosten gespart.

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