Erholung auf dem Balkon

freitragender Balkon
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Ein Balkon bietet nicht nur zusätzliche Wohnfläche, sondern auch einen zusätzlichen Platz wo Sonne getankt werden kann. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, auch an vorhandene Gebäude einen Balkon zu errichten. Dies ist eine relativ einfache und schnelle Arbeit. Ein paar Punkte sind hierbei allerdings zu beachten, diese habe ich nachfolgend kurz zusammengestellt

Vorbereitung ist alles

Bevor mit vollem Tatendrang der Anbau erledigt werden kann, müssen einige Einzelheiten abgeklärt werden. Wer zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus wohnt, wo verschiedene Wohnungseigentümer vorhanden sind, muss das Einverständnis von allen Eigentümern einholen. Sollten weitere Eigentümer mit einsteigen, kann hier eventuell sogar eine Kostenersparnis entstehen. Um einen absolut reibungsfreien Ablauf zu garantieren, sollten im Vorfeld auch die Nachbarn um ihre Zustimmung gebeten werden. Eventuelle Widersprüche können den Bau nur unnötig lange hinauszögern.

Spezialisten zur Unterstützung

Spezialisten für Balkonbau
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Auch das Engagieren eines Architekten lohnt sich. Er kann weiterhelfen, sobald die Frage in den Raum tritt um welches Material es sich handeln soll. Des Weiteren kann er Tipps zur Art des Balkons wie auch der Platzierung geben. Im Anschluss an diese Klärungen kann die Stellung des Bauantrags erfolgen. Diese Einreichung erfolgt beim örtlich zuständigen Bauamt und muss neben einer Baubeschreibung einen Lageplan, verschiedene Gebäudeansichten und einen Grundriss enthalten. Nach all diesen Abklärungen geht es dann an das finale Bauen der Balkons. Beim nachträglichen Anbei eines Balkons empfiehlt es sich, eine Fachfirma zu engagieren um spätere Schwierigkeiten zu vermeiden.

Kosten-Nutzen-Faktor

Zumeist stellen sich potentielle Bauherren noch zusätzlich die Frage, ob der Kosten-Nutzen-Faktor rentabel ist. Auch wenn die Kosten von ca. 15.000 Euro sehr hoch erscheinen, kann diese Frage trotzdem mit einem klarem „Ja“ beantwortet werden. Die Lebensqualität steigt um ein Vielfaches, sobald diese kleine Ruheoase genutzt werden kann. Bei Mietobjekten steigert ein neu geschaffener Balkon nicht nur die potenzielle Vermietung, sondern die Fläche des Balkons kann auch noch zu 50 Prozent als zusätzliche Wohnfläche angegeben werden.

Wo erhalte ich einen Balkon

So wie viele Wege nach Rom führen, gibt es auch die unterschiedlichsten Arten des Balkonanbaus. So gibt es zum einen die Variante, sich einen Balkon vom Zimmerer oder einer Schlosserei erstellen zu lassen, der Architekt sollte hier aufgrund der Entwurfs- und Statikfrage wieder zu Rate gezogen werden. Die Alternative hierzu sind spezielle Firmen, welche ihr Hauptaugenmerk auf die Errichtung von Balkons gelegt haben. Diese Betriebe bieten sowohl die Ausführung als auch die Planung zusammen an.

Art des Balkons

Art des Balkon
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Je nach Belastbarkeit der Außenwand sollte die Entscheidung in Bezug auf die Art des Balkons getroffen werden. So bietet es sich bei einer nicht tragfähigen Außenwand an, einen selbsttragenden Balkon zu errichten. Diese werden als sogenannte Vorstellbalkone bezeichnet und stehen auf vier stabilen Stützen, welche letztlich nur mit der Außenwand verdübelt werden. Diese Dübel werden mit sogenannten Gleitwandankern befestigt. Das heißt, die Konstruktion kann sich frei bewegen und die Kräfte werden nicht an die Außenfassade übertragen.

Ein Anbaubalkon hingegen benötigt nur zwei tragende Stützen und werden an der Fassade mit starren Wandankern und Konsolen fixiert. Sollten beide dieser Lösungen, aufgrund der benötigten Stützen nicht in Frage kommen gibt es noch die Lösung durch freitagragende Kragarmbalkone. Sie bieten sich vor allem dann an, wenn beispielsweise eine Garageneinfahrt freigehalten werden muss. Die freitragende Variante wird über Zugstangen und Konsolen an den jeweiligen Geschossdecken befestigt. Der Nachteil dieser Variante ist, dass die Größe aufgrund der Stabilität nicht frei gewählt werden kann.

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