Der Nutzgarten

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In der Zeit der Entstehung von Kleingärten, nach dem Ersten Weltkrieg, war die grüne Scholle mit eigener Bewirtschaftung existenznotwendig. Die Menschen haben hier teilweise gewohnt, auf jeden Fall sich das Nötige zum Essen selbst angebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso. Geblieben ist davon im heute so satten Deutschland die soziale Idee des Kleingartens, des Gartens auf fremdem Land. Das für diese Art von Garten geschaffene Bundeskleingartengesetz sieht es explizit vor, dass die Menschen sich dort ihre eigenen Gartenerzeugnisse anbauen. Mindestens 1/3 der gepachteten Fläche muss mit kleingärtnerischen Erzeugnissen bewirtschaftet werden. Viele tun jedoch weitaus mehr.

In Kleingartenkolonien sieht man reihenweise Beete, Tomatenstöcke, den Spargel sprießen. Ein solcher Nutzgarten erfordert deutlich mehr Aufwand als etwa ein Erholungsgarten. Die notwendige Erholung findet der Gärtner dabei weniger beim Liegen in der Sonne, mehr beim Buddeln in der Erde.

 

Verträglichkeit und Symbiosen der Pflanzen

Wer eine Kultur neben der anderen anbaut, sollte sich bei entsprechenden Fachleuten, ob in der Gärtnerei, aus dem Buch oder im Internet, schlaumachen. Oder die Gartenvereinigung fragen. Denn nicht jede Pflanze verträgt es, neben einer anderen angebaut zu werden. Andererseits mögen manche Pflanzen es, wenn zwischen ihnen völlig artfremde Exemplare wachsen. So hat es sich beispielsweise bei Kleingärtnern herumgesprochen, dass in einem Rosenbeet, zwischen den einzelnen Rosenstöcken, Lavendel eine gute Entscheidung ist.

Beide Pflanzen vertragen sich gut und der Lavendel soll Schädlinge wie Blattläuse vertreiben. Auch Knoblauch macht das, sieht jedoch in einem Rosenbeet nicht so elegant aus. Wer seine wertvollen Blumen schützen möchte, pflanzt in unmittelbarer Nähe Studentenblumen. Diese ziehen die Schnecken magisch an. Dadurch lassen die Schnecken von den wertvolleren Blumen möglicherweise ab.

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Chemie im Nutzgarten

wird sich trotz aller Bemühungen nach naturnahem Gärtnern nicht immer vermeiden lassen. Gerade wenn viele Pflanzen dicht nebeneinanderstehen, können Krankheiten und Ungeziefer gute Angriffspunkte finden. Auch ist nicht jeder Gartenboden für jede Pflanze geeignet. So weiß jeder Gartenfreund, dass gelbgewordene Koniferen durchaus eine Düngung mit Magnesium vertragen.

Auch ein Kalidünger, während der Frostperiode ausgestreut, macht insbesondere verholzende Pflanzen stärker. Ein Langzeitrasendünger aus dem Baumarkt gibt dem Gärtner die Gewissheit, die ganze Saison über einen schönen Graswuchs zu haben.

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